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Modeindustrie und Nachhaltigkeit – das sind zwei Begriffe, die oft nicht so recht zusammenpassen wollen. Schließlich zählt die Modebranche weltweit zu den größten Umweltsündern. Die meisten Kleidungsstücke werden nach dem Kauf selten oder nie getragen. Was unter Einsatz von großen Wassermengen, Pestiziden und schlecht bezahlter Arbeit produziert wurde, landet in der Regel nahezu ungenutzt oder nach wenigen Monaten im Müll.

Ein Alternativmodell zur billigen Wegwerfmode bietet die Kreislaufwirtschaft. Circular Fashion ist ein Prinzip, das mit seinem vollkommen neuen Denkansatz die Modeindustrie dauerhaft verändern wird. Wir von Blissker sind davon überzeugt, dass Zirkularität ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Mode sein wird, der den Planeten schont und uns alle etwas glücklicher machen wird.

 

Was ist Circular Fashion?

Kurz gefasst handelt es sich bei der Kreislaufwirtschaft um ein Prinzip, bei dem ein Produkt und dessen Bestandteile durch Wiederverwenden, Teilen, Reparatur oder Recycling so lange wie möglich genutzt wird. Der Lebenszyklus eines Produkts wird auf diese Weise verlängert, Abfall und Umweltbelastungen lassen sich deutlich reduzieren.

Circular Fashion ist demnach der Gegenentwurf zu Fast Fashion. Sie hat zum Ziel, dass du Kleidung möglichst lange trägst und dass es ein Konzept gibt, das dir dabei hilft zu entscheiden, was du mit Getragenem und Aussortiertem tun kannst.

 

Warum ist Kreislaufwirtschaft in der Mode nicht schon längst Standard?

Die Vorteile von Zirkularität in der Modebranche liegen auf der Hand: Wenn Kleidung so hochwertig ist, dass du sie oft und lange trägst, wirst du sie mehr wertschätzen. Du musst seltener neue Kleidungsstücke kaufen und sparst Geld. Wenn Materialien recycelt werden, schont das die Umwelt. Auch müssen Näherinnen und Näher nicht mehr für Hungerlöhne schuften, wenn das System der Fast Fashion ersetzt wird.

Wir von Blissker sind uns sicher, dass diese Vorteile so groß sind, dass an Kreislaufwirtschaft kein Weg vorbeiführt. Doch warum ist es nicht längst Standard, Mode nach den Prinzipien der Zirkularität zu designen?

Die Hürden zu einer echten Zirkularität im Bereich Fashion sind derzeit noch hoch. Tatsächlich wird bislang nur ein Bruchteil der ausgemusterten und in der Regel gespendeten Kleidung recycelt. Textilien, die im Altkleidercontainer landen, werden in den meisten Fällen geschreddert und als Füllmaterialien verwendet. Dass viele Kleidungsstücke mit Knöpfen und Reißverschlüssen verziert sind oder aus unterschiedlichen Materialien bestehen, die sich schlecht trennen lassen, ist beim Recycling ein großes Problem. Dazu kommt, dass das Recycling von Textilien meist noch immer mit einer Qualitätsminderung einhergeht. Im Recyclingprozess werden die textilen Fasern kürzer, was sich negativ auf die Haltbarkeit und Verarbeitbarkeit auswirkt.

Doch es gibt immer mehr Unternehmen, die sich öffentlich dazu bekennen, sich mit Zirkularität zu beschäftigen und an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten. Zahlreiche große Player der Modebranche haben sich zusammengeschlossen, um an Recyclinglösungen zu forschen und Fashion ganz neu zu denken. Kleinere Unternehmen wie Blissker sind ohnehin in der Lage, schnell zu reagieren und Prozesse zu optimieren. Wir haben uns vorgenommen, direkt zu handeln und nicht auf die perfekte Lösung zu warten. Dass wir mit nachhaltigen Materialien, einem hohen Qualitätsstandard und zeitlos lässigen Unisex-Schnitten schon heute Produkte mit sehr langer Nutzungsdauer anbieten können, macht uns sehr stolz.

 

Circular Fashion erfordert einen ganz neuen Ansatz

Fashion erleben wir heute in Form schnelllebiger Trends. Wenn die Modebranche es mit der Nachhaltigkeit ernst meint, muss mit Billigpreisen und ständig wechselnden Kollektionen jedoch Schluss sein. Circular Fashion erfordert ein Umdenken in jedem Stadium des Prozesses.

Bereits beim Design sollten Modeunternehmen sich auf zeitlos schöne Farben, Schnitte und Prints konzentrieren. Wer Kollektionen klug plant und sich saisonunabhängig auf beliebte Schnitte und perfekte Passformen konzentriert, gibt seiner Zielgruppe die Chance, einen eigenen Stil herauszubilden und diesen zu leben. Es ist ein Irrglaube, dass Menschen immer neue Kleidung benötigen. Der Impulskauf löst zwar einen schnellen Kick aus, macht aber niemals so glücklich, wie ein lange getragenes, sorgfältig gehegtes Lieblingsteil, zu dem man eine emotionale Verbundenheit hat.

Um Textilien recyceln zu können, ist es wichtig, dass die verwendeten Materialien für den Recycler leicht zu identifizieren sind und sich gut trennen lassen. Dies muss bereits beim Design bedacht werden. Beispielsweise darüber nachzudenken, wie sich die verschiedenen Schichten von Funktionsmaterialien trennen lassen oder wie Knöpfe so befestigt werden können, dass sie sich leicht ablösen lassen, muss die Kreativität von Modedesignerinnen und -designern nicht limitieren, sondern kann diese sogar anregen.

Wenn es die Modeindustrie mit dem Kreislaufwirtschaftsprinzip ernst meint, sollte Kleidung grundsätzlich so konzipiert werden, dass sie langlebig ist. Bei Blissker legen wir größten Wert auf die Qualität unserer Produkte. Dass ein Sweatshirt, das du viele Jahre in allen Lebensbereichen tragen kannst, einen höheren Preis hat als Massenware, ist selbstverständlich. Deshalb ist es wichtig, Mode seltener über den Preis zu verkaufen und Kunden zu vermitteln, dass sie letztlich sogar Geld sparen, wenn sie Qualität den Vorzug geben. Im Idealfall sieht Mode nach mehrfachem Tragen sogar besser aus als im Neuzustand. Wahrscheinlich erinnerst du dich auch noch an ein geliebtes Paar Turnschuhe, das schmutzig und verschlissen zu deinem Markenzeichen wurde. Auch die alte Jeansjacke, die jahrzehntelang im Kleiderschrank deiner Eltern hing und deren Aufnäher und Löcher von einer bewegten Vergangenheit zeugen, hat durch ihr Alter und ihren Verschleiß an emotionalem Wert gewonnen.

Eine weitere große Herausforderung für die Modeindustrie ist die Organisation des Recyclings. Auf welchem Weg kommen aussortierte Kleidungsstücke zum richtigen Recycler? Wirst du deine Kleidung zukünftig zurück zum Händler bringen oder wird sich das gesamte System der Altkleidersammlung ändern? Je mehr Unternehmen sich zusammenschließen und einheitliche Lösungen anbieten, desto besser stehen die Chancen, dass endlich mehr Kleidung recycelt wird.

 

Schnelle Mode vs. Circular Fashion – wird sich Nachhaltigkeit wirklich durchsetzen?

Ist die Modeindustrie wirklich bereit für eine Revolution und kann sich zirkuläre Mode gegen spottbillige Fashion durchsetzen? Die Hürden, die auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft in der Mode noch zu nehmen sind, rufen Skeptiker auf den Plan. Bei Blissker glauben wir jedoch fest daran, dass Unternehmen, die sich mit Nachhaltigkeit und Zirkularität noch nicht befasst haben, auf Dauer kaum eine Chance haben werden, auf dem Markt zu bestehen. Wer billig produziert, wird durch Rohstoffmangel, unzuverlässige Lieferketten und hohe Transportkosten immer häufiger in Schwierigkeiten geraten. Als Verbraucher kannst du deinen Beitrag zu nachhaltiger Fashion leisten. Dein Shirt hat ein kleines Loch? Repariere es doch mit einer kleinen Stickerei und mach es zu einem echten Kunstwerk.

Vor allem aber ist es wichtig, dass du dich bei deinen Lieblingslabels informierst und nachfragst, wie sie sich für Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit engagieren. So können wir alle Hand in Hand arbeiten und gemeinsam dafür sorgen, dass Kleidung endlich wieder glücklich macht und der Raubbau an unserer Umwelt deutlich eingeschränkt wird.



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