icon

LIEFERUNG INNERHALB VON 1-3 TAGEN           

KOSTENLOSER VERSAND INNERHALB DEUTSCHLANDS

0

Your Cart is Empty

4 min read

Einer der Trends, der auch auf Social Media immer noch gefeiert wird, geht uns bei Blissker ziemlich nah. Dieser Trend heißt Fast-Fashion-Mode – also Mode, die günstig und schnell (fast) produziert wird. In unserem Artikel widmen wir uns der Definition dieses Phänomens, zeigen dir die Ursachen und die Auswirkungen sowie natürlich die Alternativen zur „schnellen Mode“.

Was ist Fast Fashion?

Die Fast Fashion Industrie steht sowohl in den Medien als auch in der allgemeinen Wahrnehmung stark in der Kritik. Im Vordergrund der Fast Fashion (Englisch für „schnelle Mode“) stehen nämlich zwei Dinge: Eine sehr schnelle und sehr günstige Produktion sowie ein schneller, von kurzlebigen Trends definierter Absatzmarkt. Ein weiteres unabdingbares Fast-Fashion-Element sind die Werbemedien – z. B. diverse Modemagazine oder aber auch Fashion-Influencerinnen, welche die als begehrenswert angesehenen Trends zielgruppengerecht zu etablieren helfen.


Wichtig, damit das System funktioniert: Zwischen Entwurf und Verkauf dürfen in der von der Fast-Fashion-Industrie dominierten Modewelt nur wenige Wochen vergehen. Bei reinen Online-Anbietern schrumpfen diese Zeiten auf Tage zusammen.

Die „schnelle Mode“ als Schattenseite der Modeindustrie

Atmen wir einmal ein und aus und verlassen die hektische Fast-Fashion-Welt für einen Augenblick, um uns mit der Modeproduktion zu beschäftigen.


Am Anfang einer jeden Produktion steht das Design des jeweiligen Kleidungsstücks. Modedesigner fertigen dafür eine Zeichnung und ein Schnittmuster an, wählen passende Stoffe aus und beschaffen diese. Dann erst kann das Kleidungsstück genäht, verschickt, vermarktet und gewinnbringend verkauft werden.


Doch all diese Schritte kosten Zeit. Wie schaffen es Fast-Fashion-Konzerne also diese wertvolle Zeit einzusparen?


Fast-Fashion-Kritik: Schnell im Trend ohne eigene Ideen

Der erste Schritt der Fast-Fashion-Wertschöpfungskette setzt beim Design an. Anstatt eigene Designs zu entwerfen, beobachten Fast Fashion Konzerne die aktuellen Trends der großen Modehäuser und kopieren diese.


Viele bekannte Modelabels beklagen das: Die "schnellen" Modeketten würden die Fashion Shows renommierter Designer als eine Art Selbstbedienungsladen betrachten und die Looks schneller in den Shops anbieten, als die Designer selbst.


Natürlich scheint es erstmal so, als würdest du als Konsumentin oder als Konsument von diesem schnellen System nur profitieren: Du kommst dadurch günstig an die neuetsen Trends heran. Diese sind auch noch so günstig, dass du dir theoretisch jeden Tag einen neuen Style zurechtlegen könntest – so bist du nicht an einen Look gebunden.


Allerdings bespielt die Fast-Fashion-Industrie oft nur ein sehr einseitiges „Schönheitsideal“ und kann so zur Unzufriedenheit mit dem eigenen Spiegelbild beitragen. Und das ist nur das ein Problem in einer großen Verkettung von negativen Auswirkungen.

Schnelle Mode, besonders billig dank Polyester

Denn die Einsparungen gehen noch weiter. Um die trendy Kleidung so günstig anbieten zu können, spart die schnelle Mode an der Qualität des Materials. Günstige Kunstfasern, also Polyester, sind besonders beliebt.


Doch gerade das ist problematisch: So gut wie jedes Kleidungsstück, das aus Kunstfasern wie Polyester besteht, gibt beim Tragen und vor allem bei der Maschinenwäsche jede Menge Mikroteilchen in die Umwelt ab. Das trägt zum inzwischen sehr dringenden Mikroplastik-Problem bei. Denn laut BUND können 35 % des Mikroplastikanteils in den Meeren weltweit auf die Fast-Fashion-Industrie zurückgeführt werden.

Gift für die Modeindustrie, Gift für den Planeten?

Einer der größten Kritikpunkte, denen sich die Fast-Fashion-Modeketten ausgesetzt sehen, ist die mangelnde Qualität und kurze Lebensdauer ihrer schnellen Mode. Denn diese aus günstigen Materialien schnell gefertigten Kleidungsstücke werden aus Kostengründen meist mangelhaft verarbeitet – lose Enden, schiefe Nähte und lockere Knöpfe sind keine Seltenheit. Dadurch sind sie alles andere als langlebig.


Auch wenn du Fast-Fashion-Kleidung spendest, landet diese häufig in afrikanischen Ländern. Ortsansässige Unternehmen können preislich nicht mit der Billigware aus Europa mithalten – so kann man die Modeindustrien ganzer Länder gefährden und sogar zerstören.


Dazu kommen die oft umweltbelastenden Farbstoffe (bei Leder: Schwermetalle beim Gerben) oder Bleichmittel und die damit einhergehende Verschmutzung der Gewässer in der Nähe der Textilfabriken.

Ausbeutung mit System

Faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen sind weitere Kostenpunkte, die man bei einer schnellen und billigen Fertigung einsparen möchte. In den Fabriken ist Kinderarbeit leider immer noch ein großes Problem. Die Arbeiter leben zudem nah an der Armutsgrenze, da die Fabriken ihnen einen regelrechten Hungerlohn zahlen. Die Arbeitsbedingungen sind also ziemlich schlecht und sogar gesundheitsgefährdend.


Leider wurde die breite Öffentlichkeit auf diese Missstände erst aufmerksam, als im Jahr 2013 das Gebäude Rana Plaza in Bangladesch einstürzte, das unter anderem auch eine Textilfabrik beherbergte. Dabei wurden 1.135 Menschen getötet und 2.438 weitere verletzt.

Die wahren Fast-Fashion-Kosten für Mensch und Umwelt


Wie du siehst, ist das Geschäftsmodell der Fast-Fashion-Industrie äußerst schädlich für die Umwelt und die Menschen, die in ihr arbeiten. Die Umwelt leidet u. a. unter dem Müllproblem, die Menschen werden entweder ihrer Existenzgrundlage beraubt oder schlicht ausgebeutet.


Natürlich verursachen die Produktion wie auch der weltweite Versand der schnellen Mode außerdem CO₂-Emissionen – und das alles für Kleidungsstücke, die dir vielleicht gar nicht stehen, nach wenigen Malen Tragen die Form verlieren oder sogar brandneu in den Müll wandern.


Zugleich ist das Fast-Fashion-Prinzip ohne Frage sehr lukrativ für die Modekonzerne. Dabei sind diese (sowie ihre Partner und Werbegesichter) tatsächlich die Einzigen, die vom ausbeuterischen System profitieren.

Slow Fashion – der Gegenentwurf mit Fokus auf Ethik und Nachhaltigkeit


Seit einigen Jahren hat sich in der Modeszene auch ein Gegenentwurf zur schnellen Mode etabliert, nämlich die sogenannte “Slow Fashion”, also langsame Mode. Hierbei werden vor allem nachhaltige und lokal produzierte Materialien verarbeitet und auf eine faire Entlohnung sowie gute Arbeitsbedingungen geachtet. Die Mode wird außerdem klimafreundlich hergestellt und versandt. Viele Labels verzichten dabei komplett auf Plastik.


So auch wir, denn Blissker bietet dir Slow Fashion in herausragender Qualität an. Wir tragen Verantwortung und lassen unsere Mode aus umweltfreundlichen Materialien komplett in Europa produzieren. So können wir sicherstellen, dass die Transportwege und damit CO₂-Emissionen gering bleiben und die Arbeitsbedingungen vor Ort unseren hohen Standards entsprechen. Sieh dich am besten direkt in unserem Onlineshop um und überzeuge dich selbst von unseren coolen Designs - zum Beispiel bei den Hoodies aus nachhaltiger Bio-Baumwolle!



Also in Fashion

Circular Fashion – wie Kreislaufwirtschaft die Modewelt für immer verändern könnte
Circular Fashion – wie Kreislaufwirtschaft die Modewelt für immer verändern könnte

4 min read

Erfahre im Blissker-Blog, wie Kreislaufwirtschaft in der Mode funktionieren kann | Wissenswertes zu Fashion und Nachhaltigkeit.

Read More
Alles über Bio-Baumwolle
Alles über Bio-Baumwolle

4 min read

Die wichtigsten Informationen rund um Bio-Baumwolle | Informiere dich hier im Blissker-Blog über ökologische Produktion und ihre Vorteile.

Read More
Fair Fashion – warum die Modewelt dringend mehr Fairness benötigt
Fair Fashion – warum die Modewelt dringend mehr Fairness benötigt

5 min read

Warum es glücklicher macht, faire Kleidung zu kaufen. Erfahre hier, mit welchen Ideen Blissker mehr Fairness in der Modewelt durchsetzen möchte.
Read More